Schule und Demokratie?

Ja! Wir sind ein bundesweites Netzwerk und bieten Prozessbegleitung für Demokratische Entwicklung an Organisationen und Schulen an. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Anliegen nachhaltig und machtkritisch zu bearbeiten, um demokratische Strukturen zu etablieren.

Demokratische Gesellschaften brauchen Demokratische Schulen.

Netzwerk Demokratische Schulentwicklung

Wir sind ein bundesweites Netzwerk von Prozessbegleiter*innen, die sich auf vielfältige Angebote im Kontext Demokratischer Schulentwicklung (DSE) spezialisiert haben. Wir unterstützen Schulen so dabei, demokratische Strukturen zu etablieren, die die Partizipation von Schüler*innen, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften (wie Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen), Eltern und anderen Beteiligten systematisch fördern.

Individuelle Begleitung für Ihr Entwicklungs-Anliegen

In einer Auftragsklärung entwickeln wir gemeinsam mit Schulen maßgeschneiderte Entwicklungsprozesse, um ihren Anliegen optimal gerecht zu werden. Durch partizipative Methoden ermöglichen wir eine transparente und inklusive Entscheidungsfindung. Dabei setzen wir auf einen machtkritisch moderierten Dialog für die Verwirklichung demokratischer Prinzipien. Wir begleiten Schulen auf ihrem Weg zu mehr Selbstorganisation und stärken so das Gemeinschaftsgefühl und die Verantwortungsübernahme aller Beteiligten.

Unsere Arbeit zielt darauf ab, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die über einzelne Projekte hinaus als langfristige Prozesse der kontinuierlichen Demokratisierung wirken.

Angebote für Schulen, Teams & Organisationen

Demokratische Schulentwicklung

Betroffene werden zu Beteiligten

Individuelle Beratung & Coaching

von Schüler*innenvertretungen, Steuergruppen, Schulleitungen u.a.

Entwicklung von Schutzkonzepten

diverse Anliegen, etwa gegen

  • Diskriminierung

  • sexualisierte Gewalt

  • Überlastung & Burnout

Workshops und Fortbildungen

etwa zu Themen wie

  • Antidiskriminierung

  • diversitätsbewusster Pädagogik

  • gleichwürdiger Führung (Veto Prinzip)

Externe Moderation & Supervision

Unterstützung bei herausfordernden Situationen, Gruppen- und Systemdynamiken

Konfliktbegleitung, Betzavta & Mediation

Vielfältige Ansätze und Methoden zu Bearbeitung von Konflikten

Mehr Infos zu unseren Angeboten

Demokratische Schulentwicklung ist ein Ansatz, der die Mitbestimmung und Beteiligung aller Schulbeteiligten fördert, um eine demokratische Schulstruktur zu entwickeln.

"Bei der Demokratischen Schulentwicklung geht es um den Auf- bzw. Ausbau von demokratischen Strukturen und Gestaltungsräumen im Schulkontext. Anlass sind jeweils aktuelle Fragestellungen oder Vorhaben, die für eine Schule relevant sind.

Im Zuge der Demokratischen Schulentwicklung entstehen Beteiligungsstrukturen und –gelegenheiten, die in ihrer Ergebnis- und Prozessqualität weit über übliche Mitbestimmungsformen in gewählten Gremien hinausgehen, insbesondere da diese Gremien in der Regel exklusiv besetzt sind."

Quelle: https://ide-berlin.org/demokratische-schulentwicklung/

Schulen sind seit einigen Jahren angehalten, eigenständig Schutzkonzepte zum Schutz vor (sexualisierter) Gewalt zu entwickeln. Hier geht es darum, Risiken und Schutzfaktoren zu identifizieren, systematisch Maßnahmen zu entwickeln und Strukturen zu etablieren, die Schutz gewährleisten. Dies kann auch dem Schutz vor anderen Formen von Gewalt, etwa Diskriminierung oder Mobbing, sowie zur Unterstützung von psychischer Gesundheit aller Beteiligten dienen.

Schulen sind mit dieser Aufgabe aus verschiedenen Gründen im laufenden Schulalltag oft überfordert. Daher unterstützen wir Sie dabei, gemeinsam mit Betroffenen ein fundiertes Konzept zu entwickeln, das Hand und Fuß hat und als solches auch wirklich gelebt wird! Dabei orientieren wir uns am DSE-Konzept, denn Partizipation ist ein unverzichtbares Prinzip bei der Entwicklung von Schutzkonzepten.

In der oben abgebildeten Graphik können Sie den gesamten DSE-Prozess im Überblick sehen. Dort finden Sie Methoden wie die Stärken-Wünschen-Analyse, die konsensorientierten Aushandlungsrunden und klassische Beratungs, Feedback- und Evaluationsansätze. Darüber hinaus können bei Bedarf auch die Konflikt-Dilemma Methode (Betzavta) und Workshops zu Antidiskriminierung eine Rolle spielen. Wir bringen ein recht breites Methodenrepertoire mit, um flexibel und prozessorientiert auf Ihre Bedarfe eingehen zu können.

Betzavta (hebräisch: miteinander) ist ein tiefenwirksames Demokratie- und Haltungstraining, das in Israel vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts entwickelt wurde. Es fokussiert im Prozess aufkommende Konflikte und geht diese demokratisch und konstruktiv an. Dafür verbindet es die individuellen Perspektiven der Teilnehmenden wirksam mit der gruppendynamischen und der gesamtgesellschaftlichen Ebene. Betzavta eignet sich für schulische und außerschulische Kontexte, für Schüler*innen und Lehrkräfte sowie alle Ebenen in öffentlichen und privaten Organisationen, die bereit sind, sich mit ihren Strukturen und Alltagspraktiken auseinanderzusetzen. Die zentrale Frage lautet in vielfältiger Ausprägung: Was ist eigentlich demokratisch?

Kern des Konzepts ist die Konflikt-Dilemma-Konflikt Methode, mit der auf eine Reflexionserfahrung gezielt wird, die auch emotional-affektiv wirkt und ein nachhaltig transformatives Potenzial hat. Betzavta fordert heraus, die eigene Involviertheit und Positioniertheit in Herrschaftsstrukturen, aber auch Handlungsspielräume fokussiert in den Blick zu nehmen. So werden gezielt Konflikte in der Gruppe aufgegriffen (und auch provoziert), die systematisch an asymmetrischen Machtachsen be-/entstehen. Oft symbolisiert durch urdemokratische Werte (wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität) werden diese durch eine Vielfalt an Aktivitäten und eine gezielt machtkritische Moderation in konkrete innere Dilemmata verwandelt. Diese regen eine intensive Reflexion an und ermöglichen eine erneute, differenziertere und zumindest potenziell demokratischere Positionierung im Konflikt. Neben den eigenen Positionen unterliegen auch Gruppenprozesse einem zentralen Fokus der Diskussion. Wer wurde gehört/hat sich hörbar gemacht? Wann wurden wessen Bedürfnisse erfüllt? Und wie demokratisch wurden Entscheidungen getroffen?

Quelle: Betzavta als Format radikaldemokratischer Bildung

"Für mich sind alle (Kinder / Jugendlichen / ...)  gleich …?"

Leider birgt diese Aussage Fallen in sich und zeigt ein Dilemma aus, dem sich Pädagog:innen täglich ausgesetzt fühlen: Bildungsgerechtigkeit meint eben nicht 'Alle werden gleich behandelt', sondern 'Ungleiches muss ungleich behandelt werden'. Dieses Paradox muss im Alltag bewusst reflektiert und gestaltet werden.

Überlegenheitskonstruktionen finden sich in der Schule an vielen Stellen: Im Grundschulbereich in Liedern, Bildern und Geschichten, Filmen und alltäglichen Zugängen - in den weiterführenden Schulen in Arbeitsblättern, Unterrichtsmaterial wie Landkarten, Büchern, allgemeinen Quellen.

Religionen, äußere Merkmale, ethnische Zugehörigkeiten, Familiensprachen, sexuelle Identitäten und Gender, etc. können Differenzlinien abbilden, die von Vorurteilen bis hin zu Rassismen begleitet sind und Diskriminierungserfahrungen auslösen.

Für eine diversitätsbewusste Pädagogik gilt: Alle Akteure im Bildungssystem haben einen Anspruch auf eine diskriminierungssensible Kommunikation und auf eine reflektierte wertschätzende Interaktion. 

Das Ziel ist, Diskriminierung im pädagogischen Alltag aktiv entgegenwirken zu können.

Standorte

Berlin: Katja Herrmann, Nina Arens-Can

Bremen: Lynn Henry König, Christiane Lenhard

Freiburg: Johanna Häsler, Luca Böbel

Dortmund: Viktoria Prinz-Wittner

Marburg/Frankfurt: Tim Bader

Ihre Stadt ist nicht dabei? Fragen Sie uns an und wir schauen, was dennoch umsetzbar ist!

Alle Mitglieder des Netzwerks wurden ausgebildet vom

Team

Christiane Lenhard

Ehemalige Rektorin in Bremen
Freiberufliche Referentin

Ich erlebe Schule als komplexes System zwischen Strukturen und Menschen, die sich in unterschiedlichen Positionen begegnen. Für eine gelingende Schulentwicklung braucht es neben dem machtkritischen Blick auf Systeme die Reflexion der eigenen Haltungen und eine permanente Entwicklungsbereitschaft hin zu einem Miteinander auf Augenhöhe. Diversitätsbewusstsein, Diskriminierungskritik und Biografie-Arbeit sind für mich dabei notwendige Bausteine.

christianelenhard.de

Lynn Henry König

Politische Bildung (DVPB Bremen)
Betzavta | Transformative Prozessbegleitung

Ich begleite Prozesse mit einer machtsensiblen und ressourcenorientierten Haltung. Dabei arbeite ich je nach Bedarf mit problem- oder lösungsorientierten Ansätzen und besonderer Aufmerksamkeit für strukturelle Widerstände und Konflikte. Hier liegen für mich ungenutzte Potenziale und meist der Schlüssel für Entwicklung.

transformative-prozessbegleitung.de

Katja Herrmann

Gleichwürdige Führung + Kommunikation nach dem Vetoprinzip®

Ich begleite Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zu einer gleichwürdigen, machtsensiblen und kreativen Zusammenarbeit. Meine Arbeit + Haltung basiert auf dem Ansatz des Vetoprinzips®, dem Konzept der Demokratischen Schulentwicklung und weiteren vielfältigen, ressourcenorientierten Methoden.

katjaherrmann.com

Johanna Häsler

Moderatorin | Prozessbegleiterin | Mediatorin

Ich begleite Schulen bei ihrem Transformationsprozess von innen. Durch meine Arbeit schaffe ich Räume, in denen Menschen authentisch und konstruktiv in Dialog treten können. Ich sorge für Verstehen und Verständigung, für Klarheit und Transparenz. Dabei lege ich großen Wert auf Kreativität, Lebendigkeit und Visualisierung – denn ich weiß, dass dadurch komplexe Ideen verständlicher, und innovative Lösungen greifbarer werden.

Nina Arens-Can

Demokratiepädagogin | Prozessbegleiterin | Veto-Trainerin | Fortbildnerin

Ich arbeite als Prozessbegleitung für demokratische und diskriminierungskritische Schulentwicklung, berate zu Demokratiebildung als Querschnittsthema und biete Führungskräftetraining (Selbstführung, Beziehungsgestaltung, Kultur der Gleichwürdigkeit), Workshops und Fachtage/pädagogische Tage z.B. zu Antidiskriminierung, Elemente demokratiepädagogischer Schulentwicklung und gleichwürdiger Führung an.

veto-berlin.de

Tim Bader

Politische Bildung | Betzavta | Prozess- & Konfliktbegleitung + Coaching (ATCC)

Demokratische Bildung braucht Räume für Reflexion, Konfliktfähigkeit und den Mut zu einem bewussten, kritischen Umgang mit Macht. Im Team, im Klassenraum und in unserer Gesellschaft.
Dafür verbinde ich politische Bildung, Betzavta und kritische Männlichkeitsarbeit. Ich begleite Gruppen, Teams und Einzelpersonen darin, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, Rollenbilder zu reflektieren und demokratische Prozesse aktiv zu gestalten – für ein Miteinander auf Augenhöhe.

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Letzte Aktualisierung: März 2026